INNENHALTUNG

In einigen Ländern werden Skunks schon seit Jahrzehnten als Haustiere gehalten. Auch in Deutschland wächst die Zahl derjenigen, welche in diesen niedlichen Kobolden das perfekte Haustier finden.
Stinktiere sind dämmerungs- bzw. nachtaktiv und finden daher auch unter den Berufstätigen eine große Anhängerschaft.
Nur gleich vorweg, wer sich mit den possierlichen Tierchen schmücken will, ist hier fehl am Platz, die meisten Stinktiere sind Fremden gegenüber scheu und eignen sich nicht als Vorzeigetiere.

Stinktiere können frei im Haus gehalten werden, wenn einige Regeln beachtet werden.

Sie können keinesfalls in Terrarien oder Hasenkäfigen eingesperrt leben.
Die kleinen Räuber haben einen enormen Bewegungsdrang und viel viel Unfug im Kopf. Die Wohnung muß aus diesem Grund stinktiersicher eingerichtet werden, d.h.

  • kein erreichbarer Mülleimer,
  • keine Blumen in Bodennähe,
  • keine offenen Handtaschen
  • gesicherter Balkon
  • gesicherte Treppenauf- und abgänge
  • gesicherte Telefon- und Stromsteckdosen

Alles was einem lieb und teuer ist, sollte vor den Kobolden in Sicherheit gebracht werden. Als Faustregel kann man sagen, alles unterhalb des Knies (- 60 cm) wird von den Stinktieren erreicht. Sie können nicht wie Frettchen und Katzen auf die Küchenzeile oder Fensterbretter springen. Sie können sich aber sehr wohl über das Sofa auf das Fensterbrett angeln und ihr Einfallsreichtum kennt dabei keine Grenzen. Auch Schranktüren können mühelos geöffnet werden.
Unausgelastete Stinktiere können sich sehr schnell zu kleinen Tyrannen entwickeln, die ständig an den Türen und Sockelleisten scharren und die Tapeten von den Wänden kratzen.

In freier Wildbahn sind Skunks Einzelgänger, finden sich aber in den Wintermonaten zur allgemeinen Winterruhe in losen Gruppen zusammen.
Als Haustiere gehalten, sollte man ihnen den Kontakt zu Artgenossen ermöglichen um der täglichen Langeweile Abhilfe zu schaffen. Sie werden sehen wie sich ihr Skunk über einen Spielgefährten freut, mit dem er sich necken und kuscheln kann.

 

 

 

 

 

 

 

Hat man die Möglichkeit, sollte man seinem Tier ein eigenes Skunkzimmer mit einer Fläche von min 10 qm bieten, welches mit Fliesen/ PVC ausgestattet sein sollte. Laminat wäre eine Alternative, abraten würde ich von Teppichboden, da dieser schlecht gereinigt werden kann.  Zudem werden die Teppichabschlüsse liebend gerne von den Stinkern abgekratzt.

Sie sehen, die Haltung von Stinktieren im Haus ist nicht unmöglich, verlangt dem Halter aber diverse Einschränkungen ab. Wem das nicht möglich ist, sollte eine Außenhaltung in einer geräumigen Voliere in Betracht ziehen, oder sich nach einem anderen Haustier umsehen.

Stinktiere machen Dreck und viel Arbeit, wer das nicht scheut, findet ihn ihnen einmalige Familienmitglieder, die ihm viel Freude bereiten.

Wer sich nun nach reiflicher Überlegung zu der Anschaffung eines gestreiften Freundes entscheidet – Herzlich Willkommen in der Skunkgemeinde.