Systematik:
Der Wickelbär (Potos Flavus) wurde bei seiner Erstbeschreibung durch Schreber (im Jahr 1774) den Primaten als Lemur Flavus zugeordnet, bis er aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Familie der Kleinbären aufgenommen wurde. Sein nächster Verwandter ist dabei der Makibär, welcher ihm auch im Erscheinungsbild sehr ähnelt.

Unterarten:
Einige literarische Quellen sprechen von 7 andere sogar von 14 Unterarten. Schwerpunktmäßig kann man sich aber auf zwei Erscheinungsformen beschränken: Die zentralamerikanische Tiere, welche sich durch ihre Größe von den kleineren südamerikanischen Tieren unterscheiden.

Aussehen:
Charakteristisch für den Wickelbären ist seine bis zu 12 cm lange Zunge. Sein Greifschwanz, welchen er als fünftes Bein benutzt und sich beim Klettern mit diesem absichert, indem er die Äste damit umwickelt, brachte ihm auch seinen Namen „Wickel“-Bär ein. Dieses bezeichnende Merkmal ist einzigartig in der Säugetierfamilie der Kleinbären.

Allgemein:
Der Lebensraum des Honigbären, wie er auch genannt wird, erstreckt sich von Mittel- nach Südamerika. Sein Zuhause in den tropischen Regenwäldern teilt sich der nachtaktive Räuber mit den tagaktiven Kapuzieneraffen. Diese Vergesellschaftung ist auch häufig in Zoos anzutreffen.

Alter:
Wickelbären können in Gefangenschaft ein Alter von bis zu 25 Jahren erreichen. Der älteste Wickelbär (1962-2003) lebte im Zoo von Honolulu und schaffte es mit diesem Metusalemalter ins Guinness Buch der Rekorde!

Gefährdung:
Der Wickelbär / Potos flavus ist im Anhang III des Washingtoner Artenschutzübereinkommens und im Anhang C der VO (EG) 338/97 aufgeführt. „Antragsstellerland“ ist Honduras.