HALTUNG

 

Weide:
Für zwei Tiere benötigt man min. 500qm Weideland (größer ist natürlich immer besser) Für ein ausgewogenes Weidemanagement empfehlen sich 3 Wechselweiden, sodass die Tiere im regelmäßigen Turnus die Weide wechseln können und sich das Gras erholen kann. Der Parasitendruck auf der Weidefäche wird duch die abwechselnde Beweidung ebenfalls niedrig gehalten.
Die Höhe des Weidezauns sollte 1m nicht unterschreiten, da die Tiere sonst versuchen darüber zu springen.

Unterstand:
Obwohl es sich bei dieser Rasse um eine sehr widerstandsfähige Tiere handelt, ist ein trockener und zugfreier Unterstand anzubieten.

Fütterung:
Das Hauptfutter der Tiere besteht aus Gras und Heu. Das Heu sollte ganzjährig angeboten werden. Sie fressen auch gerne Tannenzweige und jegliche Art von Trieben. Junge Bäume sollten daher geschützt werden. Zudem brauchen sie Zugang zu frischem Wasser und einen speziellen Salz- und Mineralleckstein für Schafe (ohne Kupfer). Trächtige und säugende Auen sollten zusätzlich mit Kraftfutter unterstützt werden.

Gesundheit:

Entwurmen sie ihre Tiere regelmäßig min 1 x jährlich. Gerade Lämmer sind sehr anfällig auf Würmer.
Bewährtes Mittel: Valbazen
Wechseln sie regelmäßig die Entwurmungsmittel um Resistenzen vorzubeugen.

Durch eine Kotprobe können sie auch feststellen ob ihre Schafe mit Kokzidien befallen sind.
Bewährtes Mittel: Vecoxan = Antikokzidium für Kälber und Lämmer
Bei einem Befall behandeln sie bitte immer die ganze Herde!

Eine Impfung gegen Clostridien auch Breiniere genannt ist ratsam.
Die Impfpflicht gegen Blauzungenkrankheit wurde abgeschafft.

Lassen sie sich bei der Gesundheitsvorsorge ihrer Schafe von ihrem Tierarzt beraten!

Schur:
Die Tiere werden einmal jährlich, meist im Mai geschoren. Dabei sollte sie auch die Klauen kontrollieren und ggf. kürzen, bei bedarf auch öfters.

Wichtig: Die Haltung der Tiere ist an nachfolgenden Stellen zu melden! Erwerben sie daher keine Tiere ohne Ohrmarken! 

  • Landwirtschaftsamt: dort erhalten sie eine Regiestriernummer
  • Tierseuchenkasse: Stichtagsmeldung des Bestands zum 1.1.
  • HIT-Datenbank: Bestandsmeldung

Ihr zuständiges Veterinäramt wird sie gerne über das bei ihnen vorgeschriebene Meldeverfahren unterrichten.